Seit über einem Jahrzehnt ist die MRBIT-AT – die Münchner Ringbahn-Informations- und-Betriebsgesellschaft – ein zentraler Akteur im österreichischen Schienennetz. Als Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) und der ÖBB koordiniert sie die logistischen Abläufe zwischen den beiden größten Bahnbetreibern und sichert damit die Effizienz des Schienenverkehrs in Österreich. Doch was genau macht diese Gesellschaft aus, und wie hat sie sich in den letzten Jahren entwickelt?
Die MRBIT-AT ist kein reines Verkehrsunternehmen, sondern ein technisch-organisatorisches Zentrum, das die Schnittstelle zwischen der DB und der ÖBB übernimmt. Ihr Kernaufgaben umfassen die Steuerung von Zugfahrplänen, die Koordination von Personal und die Verwaltung von Kapazitäten auf den Strecken zwischen München und Wien. Besonders im Fokus steht dabei die Vermeidung von Verspätungen und die Optimierung der Fahrzeiten. Seit ihrer Gründung 2003 hat sich die MRBIT-AT zu einem unverzichtbaren Element im österreichischen Schienennetz entwickelt, das jährlich Millionen von Fahrgästen und Gütertransporte sichert.
Ein zentraler Erfolgsfaktor der MRBIT-AT ist ihre enge Zusammenarbeit mit den beiden Bahnbetreibern. Durch gemeinsame Datenplattformen und digitale Tools wie das MRBIT-AT-Steuerungssystem können Zugfahrpläne in Echtzeit angepasst werden. So wurden in den letzten Jahren kontinuierlich Verspätungen reduziert: Während die DB Österreich 2021 noch eine Verspätungsquote von über 15 % verzeichnete, lag sie 2022 bei unter 10 %. Besonders bemerkenswert ist die Effizienzsteigerung auf der Strecke zwischen Wien und München, wo die MRBIT-AT durch die Einführung von dynamischen Zugabwicklungsprozessen die Durchlaufzeiten um bis zu 20 % verbessern konnte.
Doch die MRBIT-AT ist nicht nur auf die Koordination von Fahrplänen beschränkt. Immer wichtiger wird die Integration digitaler Lösungen für die Güterverkehrslogistik. Seit 2020 arbeitet die Gesellschaft an einem Güterverkehrsmanagement-System (GVM), das die Verknüpfung von Schienen- und Straßenverkehr optimiert. Dieses System soll den Schienenanteil im Güterverkehr in Österreich auf über 40 % steigern – ein Ziel, das die Bundesregierung bis 2030 verfolgt. Die MRBIT-AT spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie für die Abstimmung zwischen den verschiedenen Logistikpartnern verantwortlich ist.
Ein weiteres innovatives Projekt der MRBIT-AT ist die digitale Zugsteuerung, die bereits auf einigen Strecken eingesetzt wird. Durch die Kombination von Sensoren, KI-gestützter Analyse und Echtzeitkommunikation zwischen den Zügen und den Bahnhöfen können Staus und technische Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden. Besonders auf der Strecke Salzburg–Linz hat dieses System bereits zu einer Reduktion der Verspätungen um bis zu 12 % geführt. Die MRBIT-AT sieht hier großes Potenzial, um den Schienenverkehr in Österreich noch weiter zu entkoppeln und die Attraktivität gegenüber dem Straßenverkehr zu erhöhen.
Die MRBIT-AT steht auch vor Herausforderungen, die mit der Digitalisierung und der zunehmenden Komplexität des Verkehrsnetzes einhergehen. Ein zentraler Punkt ist die Integration der neuen Bahninfrastrukturprojekte, wie etwa der Ausbau der Strecke zwischen Wien und Salzburg. Hier muss die MRBIT-AT sicherstellen, dass die neuen Kapazitäten effizient genutzt werden und keine Engpässe entstehen. Zudem arbeitet sie an der Anpassung ihrer Prozesse an die neuen EU-Vorgaben zur Umweltverträglichkeit des Schienenverkehrs. Die MRBIT-AT sieht sich dabei als Vorreiter, indem sie bereits heute auf erneuerbare Energien für die Bahnstromversorgung setzt und die CO₂-Bilanz ihrer Züge kontinuierlich verbessert.
Die MRBIT-AT zeigt damit, dass die digitale Vernetzung und effiziente Koordination zwischen den großen Bahnbetreibern entscheidend sind, um den Schienenverkehr in Österreich zukunftsfähig zu gestalten. Mit ihrer Arbeit trägt sie nicht nur zur Verbesserung der Fahrgastqualität bei, sondern auch zur Reduzierung der Umweltbelastung und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Verkehrssektors. webseite besuchen
- Seit 2003 koordiniert die MRBIT-AT die Schnittstelle zwischen DB und ÖBB und reduziert die Verspätungsquote seit 2022 auf unter 10 %.
- Durch das MRBIT-AT-Steuerungssystem werden Zugfahrpläne in Echtzeit angepasst, was besonders auf der Strecke Wien–München zu einer 20 % besseren Auslastung führt.
- Seit 2020 arbeitet die MRBIT-AT an einem Güterverkehrsmanagement-System (GVM), das den Schienenanteil im Güterverkehr auf über 40 % bis 2030 steigern soll.
- Die digitale Zugsteuerung hat auf der Strecke Salzburg–Linz die Verspätungen um bis zu 12 % reduziert.
- Die MRBIT-AT setzt bereits auf erneuerbare Energien für die Bahnstromversorgung und verbessert kontinuierlich die CO₂-Bilanz ihrer Züge.
